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Nephrologie
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Nephrologie

Gewichtskontrolle bei Niereninsuffizienz

Dialysepflichtige Patienten müssen neben einer streng an die Krankheit angepassten Lebensführung auch ihr Gewicht kontrollieren. Hierbei müssen sie insbesondere auf die Flüssigkeitsbilanz achten.


Dialyse bei chronischem Nierenversagen

Patienten mit chronischem Nierenversagen müssen ca. dreimal pro Woche zur Dialysebehandlung (Hämodialyse). Dabei wird dem Patienten über einen Shunt Blut abgenommen und außerhalb des Körpers gereinigt. Mittels einer speziellen Membran werden so Elektrolyte ausgetauscht und Stoffwechselprodukte herausgefiltert. Das gereinigte Blut wird dem Dialysepatienten parallel zur Entnahme wieder zugeführt.


Rolle des Gewichts bei der Dialyse

Der Nierengesunde benötigt Wasser, um die Stoffwechselprodukte ausscheiden und damit Harn produzieren zu können. Ebenso ist es während der Hämodialyse. Nur geschieht hier der Wasserentzug nicht über den Tag verteilt - wie beim Nierengesunden -, sondern während der relativ kurzen Dialysezeit.

Daher wird der Patient vor der Behandlung gewogen. Der Arzt legt vor dem Dialysebeginn das Trockengewicht des Patienten fest. Während der Dialyse muss dem Patient der Mehrbetrag des Körpergewichts zum Trockengewicht an Flüssigkeit zugeführt werden. So wird der Wasserentzug während der Dialyse ausgeglichen. Die Gewichtskontrolle ist daher ein wichtiger Baustein der Therapie.


Gefahren der Dialyse

Dank hochmoderner Dialysemaschinen und sensibler Überwachungsapparate bringt die Hämodialyse wenig Gefahren und Komplikationen mit sich. Bei der Bauchfelldialyse, die der Patient zu Hause selbst durchführt, muss der Betroffene selbstständig auf seinen Flüssigkeitshaushalt achten und dabei ist eine genaue Waage unverzichtbar.

Aufgrund der Entgiftungsprozesse und wegen des Wasserentzugs bei der Hämodialyse besteht ein gewisses Risiko für Zwischenfälle. Der Organismus erfährt zu starke Veränderungen, wenn zu schnell entgiftet oder zu viel Wasser entzogen wird. In diesen Fällen kann es zu Kopfschmerzen, Muskelkrämpfen, niedrigem Blutdruck oder Übelkeit kommen.


Blutdruck messen bei Niereninsuffizienz

Neben der Gewichtskontrolle ist das regelmäßige Messen des Blutdrucks wichtig. Bei Flüssigkeitsmangel kann der Blutdruck zu stark abfallen (Hypotonie), was den Kreislauf massiv schwächt. Schwindel, Müdigkeit oder ein Kreislaufkollaps können die Folge sein.
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